Hunderttausende Menschen, die seit Januar quer durch die Republik für die Demokratie auf die Straße gehen, nachdem das Netzwerk Correctiv rechtsextreme Vertreibungspläne aufgedeckt hatte, machen Mut und Hoffnung. Weitere Demos finden Sie hier. Auch der DNR macht sich für den Erhalt unserer Demokratie stark. „Deutschland … muss weltoffen bleiben und Deutschland ist solidarisch mit allen hier lebenden Menschen. Wir Naturschützer*innen stellen uns den Nazis entgegen … bis dieser Spuk vorbei ist“, sagte DNR-Präsident Kai Niebert auf X.
Die AfD befindet sich im Umfragehoch – in Sachsen, Thüringen und Brandenburg gibt es dieses Jahr Landtagswahlen, im Juni wird ein neues EU-Parlament gewählt. Gleichzeitig stehen in Deutschland zahlreiche Kommunalwahlen an. Die lokalen Entscheidungen dort beeinflussen grundlegend die Umsetzung von Gesellschafts- und Umweltpolitik. Und sie bieten die Chance, sich rechten Tendenzen entgegenzustellen. Wie der Rechtsruck in Sachen Umwelt gestoppt werden kann, darüber berichten die Autor*innen und die Interviewpartnerin des Schwerpunkts.
Um der Zivilgesellschaft, die den Verschwörungserzählern und rechten Kräften entgegentritt, den Rücken zu stärken, ist die Umweltbildung, wie sie in der jüngsten Publikation von FARN thematisiert wird, von großer Bedeutung. Zivilcourage zeigt auch die Jugendumweltbewegung mit vielfältigen Aktionen und Projekten, etwa „Lost Places“ der Naturfreundejugend oder der Jugendkongress Biodiversität.
Die Bauernproteste Anfang dieses Jahres deuten auf ein tiefergehendes Problem: die grundlegende Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft, für die es dringend einen langfristigen Plan braucht.
Eine zukunftstaugliche Landwirtschaft forderten im Januar Tausende auf der „Wir haben es satt!“-Demo. Der DNR und zahlreiche Organisationen aus Tier-, Umwelt- und Naturschutz plädieren zudem für eine bundesweite Förderung der Weidehaltung sowie für die langfristige Finanzierung des dringend erforderlichen Umbaus in der landwirtschaftlichen Tierhaltung.
Damit die EU-Klimaziele sozial gerecht erreicht werden können, ist im Verkehr- und Gebäudesektor deutlich mehr Anstrengung nötig. Warum die Klimakrise wider besseres Wissens nicht nachdrücklicher angegangen wird, ist Thema der Ausstellung KLIMA_X im Museum für Kommunikation. Und mit der Plastikkrise beschäftigt sich eine Konferenz am 6. Februar.
Zur Lektüre empfehlen wir die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift politische ökologie mit dem Titel „Naturbasierte Lösungen“, die Publikation „Die extreme Rechte und Menschenfeindlichkeit in der Umweltbildung“, den Bodenatlas 2024, den Kritischen Agrarbericht 2024 und das Buch „Nutztiere“. Hören Sie weiterhin die Podcastreihe des DNR „Umwelt aufs Ohr“.
Der nächste Newsletter erscheint im März zu dem Schwerpunktthema Transformation – wie ist sie machbar?
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Einen friedlichen und zuversichtlichen Jahresausklang wünscht Ihnen Ihr Team der DNR-Geschäftsstelle!
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