trotz und gerade wegen zahlreicher anhaltender Krisen ist es wichtig, den grundlegenden Umbau von Wirtschaft und Gesellschaft nicht aus den Augen zu verlieren, sondern voranzutreiben. Das bedeutet enorme Veränderungen. Viele Menschen haben Angst, auf Gewohntes verzichten zu müssen, aber daran wird kein Weg vorbeiführen. Dass es Einschränkungen geben wird, muss die Politik deutlich aussprechen. Es muss klar vermittelt werden, dass es nicht mehr geht, Überfluss zu produzieren und Dinge zu verschwenden, sondern wertzuschätzen, was die Erde hergibt, ohne die planetaren Grenzen zu überschreiten.
Die Eindämmung von Verschwendung kostet Geld, und dies darf nicht zulasten der ärmeren und ärmsten Menschen gehen. Gerecht wäre es, in Zeiten des Verzichts Vermögende stärker zu belasten. „Sustainable Finance“ gilt als Zauberformel, mit der die Welt nachhaltiger gestaltet werden soll. Solange sich aber umweltschädliche Projekte für Unternehmen und Konsument*innen lohnen, wird dies nicht gelingen. Grundlegende Reformen sind notwendig, um die Weichen für eine zukunftstaugliche Wirtschaft zu stellen.
Wer soll all das bezahlen? Dieser Fragen gehen unsere Autor*innen und der Interviewpartner im Schwerpunkt dieses Newsletters nach. Sie beschreiben, wie Geld gerecht verteilt werden kann, damit nicht die Ärmeren die Zeche zahlen. In den Beiträgen geht es um die Abschaffung umweltschädlicher Subventionen, um eine faire soziale und wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland und weltweit, um eine neue europäische Fiskalpolitik und die globale Unternehmenssteuer.
Zur sozialen Gerechtigkeit gehört auch Wohnraum, den sich die Menschen leisten können. Der DNR fordert, der Verdichtung in unseren Städten mehr Grün, mehr Klimaresilienz und mehr Lebensqualität entgegenzusetzen. Mobil sein ohne Privat-Pkw, ehemalige fossile Landschaften wieder in Naturlandschaften umwandeln oder wissen, welche Pestizide auf dem Teller landen – dafür setzen sich der Dachverband und seine Mitgliedsorganisationen unermüdlich ein. Leider ist ein unermüdlicher Kämpfer für Natur und Landschaft im vergangenen Monat gestorben. Der DNR trauert um sein ehemaliges Präsidiumsmitglied Josef Göppel. Der deutsche Verband für Landschaftspflege (DVL) setzt die Arbeit des Begründers der Landschaftspflegebewegung in Deutschland mit großem Engagement fort.
Zur Lektüre empfehlen wir Ihnen eine Broschüre zum Umweltmanagement und eine UBA-Studie zu CO2-Preispfaden. Der nächste Newsletter erscheint im Juni mit einem Schwerpunkt zum diesjährigen Thema des Deutschen Naturschutztags „NATURSCHUTZ JETZT! Natur. Landnutzung. Klima.“
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